Ausgabe 47/2019
Steuertipp vom 20.11.2019

Änderung eines Steuerbescheids nach § 32a Abs. 2 KStG

Nach § 32a Abs. 2 KStG kann der Steuerbescheid gegenüber einer Körperschaft aufgehoben, erlassen oder geändert werden, soweit gegenüber dem Gesellschafter ein Steuer- oder Feststellungsbescheid hinsichtlich der Berücksichtigung einer verdeckten Einlage erlassen, aufgehoben oder geändert wird.

§ 32a Abs. 2 KStG soll verfahrensrechtlich sicherstellen, dass die Steuerbefreiung einer verdeckten Einlage (außerbilanzielle Korrektur) bei der Körperschaft auch dann erfolgen kann, wenn ihr Bescheid bereits bestandskräftig oder festsetzungsverjährt ist, soweit beim Anteilseigner nachträglich eine verdeckte Einlage festgestellt wird. Der Gesetzgeber hat demnach die Besteuerungsebenen der Körperschaft und ihrer Gesellschafter durch das in § 32a KStG verankerte formelle Korrespondenzprinzip verfahrensrechtlich miteinander verbunden, um auf beiden Ebenen eine abgestimmte Besteuerung sicherzustellen. Insoweit gibt § 32a Abs. 2 KStG die Möglichkeit zur Folgeänderung bei der Gesellschaft als Empfängerin einer verdeckten Einlage (BFH, Urt. v. 31.01.2018 - I R 25/16).