Ausgabe 23/2006
Steuertipp vom 08.06.2006

Änderungen bei der Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschuss-Rechnung

Bei der Gewinnermittlung durch Einnahmenüberschuss-Rechnung hat sich Folgendes geändert:

Die Anschaffungs-/Herstellungskosten für nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, für Anteile an Kapitalgesellschaften, für Wertpapiere und vergleichbare nicht verbriefte Forderungen und Rechte, für Grund und Boden sowie Gebäude des Umlaufvermögens werden jetzt erst zum Zeitpunkt des Zuflusses des Veräußerungserlöses bzw. bei Entnahme zum Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgaben berücksichtigt (§ 4 Abs. 3 Satz 4 EStG n.F.). Diese Neuregelung gilt erstmals für Wirtschaftsgüter, die nach 06.05.2006 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die vor dem 06.05.2006 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt worden sind, sind nunmehr auch erst zum Zeitpunkt des Zuflusses des Veräußerungserlöses oder zum Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgaben zu berücksichtigen (§ 52 Abs. 10 EStG).

Beispiel: Im Juni 2006 werden Wertpapiere im Wert von 1 Mio. ? gekauft und am 31.12.2006 für 1,1 Mio. ? verkauft. Der Kaufpreis fließt aber vereinbarungsgemäß erst am 02.01.2007 zu.