Ausgabe 42/2016
Steuertipp vom 18.10.2016

Angabe der Identifikationsnummer bei Abzug von Unterhaltsleistungen

Die Angabe der Identifikationsnummer des Leistungsempfängers ist ab dem VZ 2015 für den Abzug außergewöhnlicher Belastungen für Unterhaltsleistungen nach § 33a Abs. 1 EStG bzw. ab dem VZ 2016 für den Abzug von Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1a Nr. 1 EStG (Realsplitting) verpflichtend vorgeschrieben, sofern der Leistungsempfänger unbeschränkt oder beschränkt steuerpflichtig ist (§ 10 Abs. 1a Nr. 1 Satz 7 und § 33a Abs. 1 Satz 9 EStG).

Korrespondierend dazu ist geregelt, dass die unterhaltene Person verpflichtet ist, für diese Zwecke dem Unterhaltsleistenden ihre Identifikationsnummer mitzuteilen (§ 10 Abs. 1a Nr. 1 Satz 8 und § 33a Abs. 1 Satz 10 EStG). Kommt die unterhaltene Person dieser Verpflichtung nicht nach, ist der Unterhaltsleistende jedoch berechtigt, die Identifikationsnummer bei seiner zuständigen Finanzbehörde zu erfragen (§ 10 Abs. 1a Nr. 1 Satz 9 bzw. § 33a Abs. 1 Satz 11 EStG).