Ausgabe 15/2020
Steuertipp vom 08.04.2020

Antrags- und Wahlrechte bei Gesamtrechtsnachfolge

Steuerliche Antrags- und Wahlrechte, die der Rechtsvorgänger nicht mehr ausüben konnte, gehen auf den Gesamtrechtsnachfolger über. Vom Rechtsvorgänger bereits verbindlich ausgeübte Wahlrechte oder gestellte Anträge und andere Rechtshandlungen wirken hingegen fort; der Gesamtrechtsnachfolger kann sie nur insoweit ändern oder erstmals stellen, als dies auch der Rechtsvorgänger in diesem Verfahrensstadium noch könnte (BFH, Urt. v. 18.08.1972 - VI R 125/71, BStBl II 1973, 49).