Ausgabe 50/2008
Steuertipp vom 11.12.2008

Anwendung der Verlustverrechnungsbeschränkung für Steuerstundungsmodelle bei Stückzinsen?

Aufgrund der Verlustverrechnungsbeschränkung für sog. Steuerstundungsmodelle (§ 15b EStG) können Anleger die in der Anfangsphase erzielten Verluste aus derartigen Modellen nicht mit anderen Einkünften, sondern nur mit (künftigen) Gewinnen aus Steuerstundungsmodellen verrechnen. Nach § 20 Abs. 2b EStG ist die Beschränkung bei den Einkünften aus Kapitalvermögen sinngemäß anzuwenden. Ein vorgefertigtes Konzept i.S.d. § 15b Abs. 2 Satz 2 EStG liegt auch vor, wenn die positiven Einkünfte nicht der tariflichen Einkommensteuer unterliegen (§ 20 Abs. 2b Satz 2 EStG). Eine beliebte Gestaltung im Zusammenhang mit der Einführung der Abgeltungsteuer ab 2009 sieht die Zahlung von Stückzinsen in diesem Jahr und die Vereinnahmung der Zinseinnahmen im nächsten Jahr vor.