Ausgabe 50/2012
Steuertipp vom 13.12.2012

Au-pair-Aufenthalte im Ausland als Berufsausbildung des Kindes

Sprachaufenthalte im Rahmen eines Au-pair-Verhältnisses werden grundsätzlich nur dann als Berufsausbildung angesehen, wenn sie von einem theoretisch-systematischen Sprachunterricht begleitet werden, der nach seinem Umfang den Schluss auf eine hinreichend gründliche (Sprach-)Ausbildung rechtfertigt und grundsätzlich mindestens zehn Wochenstunden umfassen muss. Dabei ist grundsätzlich eine Durchschnittsbetrachtung für die Dauer des gesamten Aufenthalts anzustellen, so dass bei insgesamt hinreichend umfangreichem Unterricht die Berücksichtigung in einem Ferienmonat nicht unterbrochen wird. Bei weniger als durchschnittlich zehn Wochenstunden können ausnahmsweise einzelne Monate gleichwohl als Berufsausbildung zu werten sein, wenn sie - z.B. infolge von Blockunterricht oder Lehrgängen - durch intensiven, die Grenze von zehn Wochenstunden deutlich überschreitenden Unterricht geprägt werden.

Von diesen strengen Voraussetzungen lässt der BFH in ständiger Rechtsprechung jedoch Ausnahmen zu: