Ausgabe 35/2016
Steuertipp vom 30.08.2016

Aufschiebende Bedingung verhindert nicht die Steuerpflicht

Die Veräußerung eines Grundstücks innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren nach der Anschaffung führt nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG zu einem steuerpflichtigen privaten Veräußerungsgeschäft. Die Berechnung der zehnjährigen Spekulationsfrist (Ereignisfrist) richtet sich dabei an den Zeitpunkten des Abschlusses der schuldrechtlichen Verträge (also i.d.R. der Kaufverträge) aus. Auf den Zeitpunkt des Übergangs des (wirtschaftlichen) Eigentums kommt es insoweit nicht an.