Ausgabe 7/2020
Steuertipp vom 12.02.2020

Aufteilbarkeit der Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer

Mit Beschluss vom 27.07.2015 - GrS 1/14 (BStBI II 2016, 264) hat der BFH die Auffassung der Verwaltung bestätigt, dass ein häusliches Arbeitszimmer neben einem büromäßig eingerichteten Raum voraussetzt, dass es ausschließlich oder nahezu ausschließlich für betriebliche oder berufliche Zwecke genutzt wird (vgl. BMF-Schreiben v. 06.10.2017, BStBI I 2017, 13, Rdnr. 3).

Die Urteilsgrundsätze wurden in mehreren Folgeentscheidungen bestätigt, so z.B.

? BFH-Urteil vom 17.02.2016 - X R 32/11, BStBI II 2016, 708 (Arbeitsecke)

? BFH-Urteil vom 22.03.2016 - VIII R 10/12, BStBI II 2016, 881 (Raumteiler).

Aufwendungen für einen in die häusliche Sphäre des Steuerpflichtigen eingebundenen Raum, der sowohl zur Erzielung von Einkünften als auch - in mehr als nur untergeordnetem Umfang - zu privaten Zwecken genutzt wird, sind danach insgesamt nicht abziehbar. Eine Aufteilung der Aufwendungen in betrieblich oder beruflich veranlasste Aufwendungen einerseits und privat veranlasste Kosten andererseits erfolgt nicht.