Ausgabe 28/2017
Steuertipp vom 11.07.2017

Aufwendungen für die Einrichtung einer Zweitwohnung bei doppelter Haushaltsführung

Als Unterkunftskosten für eine doppelte Haushaltsführung im Inland können ab 2014 die dem Arbeitnehmer tatsächlich entstehenden Aufwendungen für die Nutzung einer Wohnung oder Unterkunft abgezogen werden, höchstens allerdings 1.000 ? pro Monat (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 EStG). Fraglich und noch nicht höchstrichterlich entschieden ist die Frage, welche Aufwendungen dieser Höchstbetragsbegrenzung unterliegen.

Nach Auffassung der Finanzverwaltung umfasst der Höchstbetrag sämtliche Aufwendungen für die Zweitwohnung wie Miete, Betriebskosten, Kosten der laufenden Reinigung und Pflege der Zweitwohnung am Beschäftigungsort, AfA für notwendige Einrichtungsgegenstände, Zweitwohnungsteuer, Rundfunkbeitrag, Miet- oder Pachtgebühren für Kfz-Stellplätze (BMF-Schreiben v. 24.10.2014, BStBl I, 1412, Rdnr. 104).

Hiervon abweichend hat das FG Düsseldorf mit Urteil vom 14.03.2017 - 13 K 1216/16 E entschieden, dass die angemessenen Aufwendungen für Einrichtungsgegenstände und Hausrat der Unterkunft am Beschäftigungsort nicht zu den ab dem 01.01.2014 nur begrenzt abziehbaren Unterkunftskosten von höchstens 1.000 ? im Monat gehören, sondern zu den sonstigen notwendigen Mehraufwendungen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung, die (weiterhin) neben den Unterkunftskosten als Werbungskosten berücksichtigt werden können.