Ausgabe 2/2020
Steuertipp vom 08.01.2020

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer bei Heim- bzw. Telearbeit

Nach § 9 Abs. 5 i.V.m. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG sind Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung dann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet oder für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Im letzteren Fall wird die Höhe der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250 ? begrenzt. Ein unbeschränkter Abzug der Aufwendungen kommt somit dann in Betracht, wenn sich der Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer befindet.

Hierzu stellt sich die Frage, welche Auswirkungen das Vorliegen eines anderen Arbeitsplatzes auf die Abziehbarkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer bei einem Arbeitnehmer mit Heim-/Telearbeit hat und im Besonderen, ob ein unbegrenzter Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer auch in Betracht kommt, wenn dem Steuerpflichtigen ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.