Ausgabe 36/2013
Steuertipp vom 05.09.2013

Auswirkungen einer Betriebsveräußerung auf den betrieblichen Schuldzinsenabzug

Bei einer entgeltlichen Übertragung eines Betriebs oder Teilbetriebs geht ein etwaiges Über- oder Unterentnahmepotential bzw. ein noch nicht verrechneter Verlust i.S.d. § 4 Abs. 4a EStG nicht auf den Erwerber des Betriebs über (vgl. BMF-Schreiben v. 17.11.2005 - IV B 2 - S 2144 - 50/05, BStBl I 2005, 1019, Rz. 9 ff.). Die Ermittlung des Betrags der nicht abziehbaren Schuldzinsen ist für den Veräußerer und den Erwerber unabhängig voneinander vorzunehmen. Der Gewinn bzw. Verlust des Veräußerers aus der Übertragung des Betriebs geht in die Ermittlung des Über- bzw. Unterentnahmebetrags ein. Soweit der Veräußerungserlös in das Privatvermögen des Steuerpflichtigen überführt wird, liegt eine für Zwecke des § 4 Abs. 4a EStG anzusetzende Entnahme vor.