Ausgabe 13/2005
Steuertipp vom 31.03.2005

Bemessungsgrundlage bei Privatnutzung von unternehmerischen Gegenständen

Wird ein Gegenstand (z.B. Gebäude oder Pkw) zu mindestens 10 % unternehmerisch genutzt, kann er insgesamt dem Unternehmen zugeordnet werden mit der Folge, dass der Unternehmer in voller Höhe einen Vorsteuerabzug aus der Anschaffung/Herstellung und laufenden Nutzung geltend machen kann. Die Privatnutzung des Gegenstandes ist umsatzsteuerpflichtig. Rückwirkend ab 1.7.2004 ist gesetzlich geregelt worden, dass für die Bemessungsgrundlage der steuerpflichtigen Privatnutzung die Anschaffungs-/Herstellungskosten - abweichend von der in Anspruch genommenen AfA bei den Ertragssteuern - auf den Berichtigungszeitraum für den Vorsteuerabzug (Gebäude zehn Jahre, bewegliche Wirtschaftsgüter fünf Jahre) zu verteilen sind. Nach Ablauf des Zeitraums sind die Anschaffungs-/Herstellungskosten vollständig in die Bemessungsgrundlage für die Privatnutzung eingegangen und zukünftig nicht mehr zu berücksichtigen.

Beispiel: A nutzt ein Zweifamilienhaus zu 50 % für betriebliche Zwecke (umsatzsteuerpflichtige Umsätze) und zu 50 % zu eigenen Wohnzwecken. Die Herstellungskosten betragen 500.000 ? zzgl. 80.000 ? USt.