Ausgabe 40/2015
Steuertipp vom 29.09.2015

Besteuerung von Vorteilen aus Mitarbeiterflügen

Von Luftfahrtunternehmen angebotene Vorteile wie unentgeltliche oder verbilligte Flüge zählen zum Arbeitslohn. Wie diese steuerlich zu behandeln sind regelt ein koordinierter Ländererlass der obersten Finanzbehörden für die Jahre 2016 bis 2018. Dabei geht es nicht nur um Preisnachlässe, die Fluggesellschaften eigenen Mitarbeitern gewähren, sondern auch um Vorteile für betriebsfremde Arbeitnehmer.

Nach dem Länderlass gilt:

  • Werden die dem Arbeitnehmer zugewandten Flüge auch betriebsfremden Fluggästen unter den gleichen Beförderungsbedingungen angeboten, kann der Arbeitgeber den geldwerten Vorteil entweder nach den Regelungen zur 44-?-Freigrenze oder zum Rabattfreibetrag von 1.080 ? ermitteln.
  • Der Vorteil fällt zwingend unter die Bewertungsregel der 44-?-Freigrenze (Ansatz des üblichen Endpreises am Abgabeort, der um übliche Preisnachlässe gemindert ist), wenn der Flug mit Beschränkungen im Reservierungsstatus verbunden ist, denen betriebsfremde Fluggäste nicht unterliegen, oder wenn die Lohnsteuer auf den Flug pauschaliert erhoben wird. Dieselbe Bewertungsregel muss ein Luftfahrtunternehmen anwenden, wenn es Flüge Arbeitnehmern anderer Arbeitgeber verbilligt oder kostenlos gewährt.