Ausgabe 29/2006
Steuertipp vom 20.07.2006

Bewertung der privaten Kfz-Nutzung bei betrieblichen Fahrzeugen

Beträgt die betriebliche Nutzung des Fahrzeugs mehr als 50 %, kann die Ermittlung des Werts für die private Kfz-Nutzung und die Ermittlung der nicht abziehbaren Betriebsausgaben auch ab 2006 weiterhin anhand der 1-%-Regelung vorgenommen werden (BMF-Schreiben v. 07.07.2006 - IV B 2 - S 2177 - 44/06 und IV A 5 - S 7206 - 7/06; Seite 458 in dieser Ausgabe).

Beispiel:

Ein Unternehmer hat ein Kfz mit einem Bruttolistenpreis von 30.000 ?, Kfz-Kosten einschließlich AfA in Höhe von 10.000 ? und folgender Nutzung dem Betriebsvermögen zugeordnet:

Gesamtfahrleistung 25.000 km
Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb 10.000 km (200 Tage à 50 gefahrene km)
Weitere betriebliche Fahrten (Geschäftsreisen) 5.000 km

Die betriebliche Nutzung des Fahrzeugs (Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb sowie Geschäftsreisen = 15.000 km) beträgt mehr als 50 % der Gesamtfahrten (= 25.000 km), mit der Folge, dass die Ermittlung des Werts der privaten Kfz-Nutzung und die Ermittlung der nicht abziehbaren Betriebsausgaben weiterhin anhand der 1-%-Regelung vorgenommen werden kann.

Rechtslage bis einschließlich 2006:

Private Pkw-Nutzung (1-%-Regelung):

12 Monate x 1 % x 30.000 ? 3.600 ?
Fahrten Wohnung-Betrieb: 12 Monate x 0,03 % von 30.000 ? x 25 km 2.700 ?
abzüglich Entfernungspauschale (200 Tage x 25 km x 0,30 ?) 1.500 ?
Nicht abziehbare Betriebsausgabe 1.200 ? 1.200 ?