Ausgabe 39/2020
Steuertipp vom 23.09.2020

Bruttolohnminderung für Dienstwagenüberlassung

Zahlt der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber für die Nutzung eines ihm überlassenen Firmenwagens zu privaten Fahrten und zu Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte ein Nutzungsentgelt, mindert dieses den geldwerten Vorteil für die Überlassung.

Entsprechendes gilt, wenn der Arbeitnehmer für die private Nutzung einzelne, individuelle Kosten des Firmenwagens trägt (z.B. Treibstoffkosten). Übersteigt das Nutzungsentgelt oder die Kostenübernahme des Arbeitnehmers den geldwerten Vorteil für die Fahrzeuggestellung, führt der übersteigende Betrag weder zu negativem Arbeitslohn noch zu Werbungskosten. Dies gilt unabhängig davon, ob der private Nutzungsanteil nach der 1-%-Regelung oder nach der Fahrtenbuchmethode ermittelt wird.

Eine Minderung des geldwerten Vorteils aus der Nutzungsüberlassung kommt nur dann in Betracht, wenn der Arbeitnehmer aus seinem versteuerten Arbeitslohn Zahlungen an den Arbeitgeber für die außerdienstliche Nutzung des betrieblichen Fahrzeugs leistet.