Ausgabe 32/2018
Steuertipp vom 07.08.2018

Dienstwagenüberlassung: 1-%-Regelung bei Überlassung mehrerer Kfz

Der BFH hatte mit Urteil vom 13.06.2013 - VI R 17/12 entschieden, dass bei der Überlassung mehrerer Kfz zur privaten Nutzung der geldwerte Vorteil für jedes Fahrzeug nach der 1%-Regelung zu berechnen ist, wenn keine Fahrtenbücher geführt werden.

Die Verwaltungsauffassung in H 8.1 (9-10) (Überlassung mehrerer Kraftfahrzeuge LStH, sog. "Junggesellen-Regelung") lautete demgegenüber: "Bei der Überlassung mehrerer Fahrzeuge ist demnach der Listenpreis des überwiegend genutzten Fahrzeuges zugrunde zu legen, wenn die Nutzung der Fahrzeuge durch andere der Privatsphäre des Arbeitnehmers gehörende Personen so gut wie ausgeschlossen ist." Dies wird auch als sog. Junggesellen-Regelung bezeichnet.

Auch im BMF-Schreiben vom. 04.04.2018 - (BStBl I 2018, ) hält die Finanzverwaltung an ihrer für die Steuerpflichtigen günstigen Auffassung fest. Das bedeutet: Dem pauschalen Nutzungswert für Privatfahrten kann weiterhin der Listenpreis des überwiegend genutzten Kraftfahrzeugs zugrunde gelegt werden, wenn die Nutzung der Kraftfahrzeuge durch andere zur Privatsphäre des Arbeitnehmers gehörende Personen so gut wie ausgeschlossen ist. Bei Anwendung der 0,03-%-Regelung ist dem pauschalen Nutzungswert für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte stets der Listenpreis des überwiegend für diese Fahrten genutzten Kraftfahrzeugs zugrunde zu legen.