Ausgabe 40/2020
Steuertipp vom 30.09.2020

Doppelte Haushaltsführung: Berücksichtigung von Einrichtungsgegenständen

Nach bisheriger Auffassung der Finanzverwaltung zählten auch die AfA (ggf. nach § 6 Abs. 2 ) für notwendige Einrichtungsgegenstände (ohne Arbeitsmittel) zu den Unterkunftskosten, die bis zu dem Höchstbetrag von 1.000 ? monatlich abziehbar sind. Der BFH hat mit Urteil vom 04.04.2019 - (BStBl II 2019, ) jedoch entschieden, dass Aufwendungen für notwendige Einrichtungsgegenstände (ggf. über die AfA) nicht in die Prüfung der 1.000-?-Grenze einzubeziehen sind. Insoweit handelt es sich vielmehr um sonstige Mehraufwendungen einer doppelten Haushaltsführung, die unter den allgemeinen Voraussetzungen des § Abs. Satz 3 Nr. 5 als Werbungskosten abziehbar sind. Das o.g. BFH-Urteil vom 04.04.2019 ist allgemein in allen offenen Fällen anzuwenden, wie die Veröffentlichung im BStBl II zeigt. Aufgrund des o.g. BFH-Urteils wurden die Zeilen 79 bzw. 85 der Anlage N 2019 entsprechend angepasst.