Ausgabe 13/2009
Steuertipp vom 26.03.2009

Eigene Einkünfte und Bezüge des Kindes beim Kindergeld

Einkünfte und Bezüge eines Kindes, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, führen zum Wegfall des Kindergeldanspruchs, wenn sie jährlich 7.680 ? (Grenzbetrag) überschreiten. Zur Ermittlung der eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes sind in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche Entscheidungen getroffen worden, deren Grundsätze sich wie folgt zusammenfassen lassen:

  1. Grenzbetrag von 7.680 ? p.a.

    Bei dem Grenzbetrag handelt sich um einen Jahresbetrag, d.h., eine zeitliche Zusammenrechnung von Einkünften. Einkünfte z.B. von Studenten während der Semesterferien, führen nicht zum vorübergehenden Wegfall des Kindergeldanspruchs, wenn in der Jahresbetrachtung die Grenze nicht überschritten wird. Wird jedoch die Grenze überschritten, entfällt der Anspruch für das ganze Kalenderjahr - auch rückwirkend. Für jeden Kalendermonat, in dem die Anspruchsvoraussetzungen an keinem Tag vorgelegen haben (z.B. keine Ausbildung, Ableistung von Grundwehr- oder Zivildienst), ermäßigt sich der Jahresbetrag um ein Zwölftel.

  2. Einkünfte und Bezüge Ihres Kindes in diesem Sinne sind insbesondere: