Ausgabe 6/2021
Steuertipp vom 10.02.2021

Entfernungspauschale und Mobilitätsprämie ab 2021

Bis zu einer Entfernung von 20 km bleibt die Entfernungspauschale unverändert; ab 2021 wird die Pauschale für alle über 20 hinausgehenden Entfernungskilometer auf 0,35 ? und ab 2024 bis 2026 auf 0,38 ? angehoben. Ab 2027 beträgt die Entfernungspauschale dann wieder einheitlich 0,30 ?. Entsprechendes gilt für Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung.

Wenn sich die erhöhte Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer steuerlich nicht oder nicht in voller Höhe auswirkt, weil kein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen vorhanden ist, erhalten Geringverdiener auf Antrag eine Mobilitätsprämie. Steuerpflichtige können nach den Vorgaben der §§ 101 bis 109 EStG für die Veranlagungszeiträume 2021 bis 2026 eine Mobilitätsprämie beanspruchen. Bemessungsgrundlage der Mobilitätsprämie sind die berücksichtigten Entfernungspauschalen, begrenzt auf den Betrag, um den das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag unterschreitet. Bei Steuerpflichtigen mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gilt dies nur, soweit die Entfernungspauschalen zusammen mit den übrigen zu berücksichtigenden Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag nach § 9a Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG übersteigen. Die Mobilitätsprämie beträgt 14 % dieser Bemessungsgrundlage.