Ausgabe 39/2007
Steuertipp vom 27.09.2007

Erschließungskosten als grunderwerbsteuerliche Gegenleistung

Die Grunderwerbsteuer beträgt 3,5 % der Gegenleistung des Käufers. Zur Gegenleistung gehören der Kaufpreis und die vom Käufer übernommenen sonstigen Verpflichtungen. Streitig ist häufig, ob ein vom Käufer gezahlter Abgeltungsbetrag für die Erschließungskosten zur grunderwerbsteuerlichen Gegenleistung gehört oder nicht.

Im Streitfall war das von den Klägern erworbene Grundstück bei Abschluss des Grundstückskaufvertrags noch nicht erschlossen. Nach dem Grundstückskaufvertrag wurde das Grundstück auch in diesem vorhandenen (unerschlossenen) Zustand verkauft. Der Verkäufer, der gleichzeitig Erschließungsträger war, hatte sich außerdem gegenüber dem Erwerber gegen Zahlung eines Abgeltungsbetrags zur Erschließung des Grundstücks verpflichtet. Der BFH hat erfreulicherweise entschieden, dass in diesem Fall der Abgeltungsbetrag für die Erschließung nicht zur grunderwerbsteuerlichen Gegenleistung gehört.