Ausgabe 51/2006
Steuertipp vom 21.12.2006

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bei Fahrzeuggestellung

Immer wieder wird gefragt, ob Arbeitnehmer, die für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte einen Firmenwagen benutzen, bei den Werbungskosten eine größere Entfernung ansetzen dürfen als bei der Versteuerung des Sachbezugs. Hierzu hat der Fiskus erfreulicherweise klargestellt, dass der Arbeitnehmer bei der Berechnung der abziehbaren Beträge eine größere Entfernung zugrunde legen darf als bei der Berechnung des geldwerten Vorteils aus der Fahrzeuggestellung (Vfg. OFD Frankfurt a.M. v. 27.06.2006 - S 2351 A - 14 - St 211; DB 39/06, 2091). Für die Bewertung des Sachbezugs ist stets die kürzeste Straßenverbindung maßgebend. Dagegen kann bei der Ermittlung der abziehbaren Beträge eine andere (längere) Verbindung zugrunde gelegt werden, wenn sie offensichtlich verkehrsgünstiger ist und der Arbeitnehmer sie regelmäßig für den Weg zur Arbeit nutzt.

Ab 2007 sind Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte allerdings nur noch ab dem 21. Kilometer mit 0,30 ? je Entfernungskilometer wie Werbungskosten steuermindernd zu berücksichtigen.