Ausgabe 37/2008
Steuertipp vom 11.09.2008

Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte: Verbilligte Überlassung eines Job-Tickets

Die 44-?-Freigrenze in § 8 Abs. 2 EStG gilt nur bei einem Sachbezug und nicht bei einem Barzuschuss. Im Zusammenhang mit Job-Tickets liegt ein Sachbezug nur dann vor, wenn der Arbeitgeber das Job-Ticket vom Verkehrsunternehmen erwirbt und verbilligt an seinen Arbeitnehmer abgibt. Diese Verbilligung bleibt im Ergebnis steuerfrei, wenn sie - ggf. unter Einbeziehung weiterer zu berücksichtigender Sachbezüge - monatlich 44 ? nicht überschreitet.

Beispiel A Der Arbeitgeber schließt für 20 seiner Arbeitnehmer über einen Vertriebspartner des Verkehrsunternehmens ein Großkundenabonnement ab. Nach den Tarifbestimmungen ist der Arbeitgeber verpflichtet, zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn eine Beteiligung am tariflichen Fahrgeld von monatlich 10,23 ? je Arbeitnehmer zu leisten. Der verbleibende Betrag wird vom Nettoarbeitslohn der Arbeitnehmer einbehalten, der Gesamtbetrag an den Vertriebspartner abgeführt. Unter der Voraussetzung, dass die Arbeitnehmer keine weiteren Sachbezüge erhalten, die insgesamt die 44-?-Freigrenze überschreiten, bleibt der geldwerte Vorteil von 10,23 ? aus der verbilligten Abgabe des Job-Tickets steuerfrei.