Ausgabe 22/2004
Steuertipp vom 27.05.2004

Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Firmenwagen zur uneingeschränkten Nutzung, ist für die Privatfahrten und für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ein geldwerter Vorteil zu versteuern. In der Praxis wird regelmäßig die 1%-0,03 % Bruttolistenpreisregelung angewandt.

Ein zusätzlicher geldwerter Vorteil wegen der Nutzung des Fahrzeugs zu einer Familienheimfahrt im Rahmen einer sog. doppelten Haushaltsführung ist nur zu versteuern, wenn diese Fahrt nicht als Werbungskosten abziehbar ist. Durch den Wegfall der Zweijahresfrist sind die Familienheimfahrten auch nach Ablauf von zwei Jahren als Werbungskosten abziehbar, so dass eine Versteuerung des Nutzungsvorteils auch nach Ablauf von zwei Jahren unterbleibt. Fährt der Arbeitnehmer allerdings mehr als einmal wöchentlich von der Zweitwohnung am Beschäftigungsort an den Ort des eigenen Hausstands am Lebensmittelpunkt, ist für diese zusätzlichen Fahrten der Werbungskostenabzug ausgeschlossen. Der Arbeitnehmer hat daher diese Fahrten zu versteuern. Eine Pauschalversteuerung mit 15 % dieser steuerpflichtigen Fahrten ist allerdings nicht möglich, da es sich nicht um Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte handelt (§ 8 Abs. 2 Satz 5 EStG).