Ausgabe 39/2005
Steuertipp vom 29.09.2005

Firmenwagengestellung: Gesamtkosten nachweisen; AfA-Satz 12,5 %!

Anstelle der 1%/0,03%-Bruttolistenpreisregelung kann der geldwerte Vorteil auch mit den anteiligen - auf die Privatnutzung und die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entfallenden - Kfz-Kosten angesetzt werden. Dies setzt voraus, dass die durch das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen (Gesamtkosten = Bruttoaufwendungen) durch Belege und das Verhältnis der Privatfahrten und der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu den übrigen Fahrten durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen werden (sog. Fahrtenbuchmethode; § 8 Abs. 2 Satz 4 EStG).

Der BFH hat übrigens kürzlich noch einmal klargestellt, dass die Fahrtenbuchmethode nur zur Anwendung kommt, wenn neben dem ordnungsgemäß geführten Fahrtenbuch sämtliche Kosten für den Pkw nachgewiesen werden, und zwar sowohl die vom Arbeitgeber als auch die vom Arbeitnehmer getragenen Kosten. Ohne (vollständige) Belege ist der geldwerte Vorteil zwingend nach der o.a. Bruttolistenpreisregelung zu ermitteln (BFH v. 16.9.2004 - VI B 5/04).