Ausgabe 17/2016
Steuertipp vom 26.04.2016

Freigrenze für Sachbezüge bei Zukunftssicherungsleistungen

In der Praxis ist die Frage umstritten, ob für Beiträge des Arbeitgebers für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers (z.B. private Pflegezusatzversicherung und Krankentagegeldversicherung) die 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) anzuwenden ist. Die Verwaltung behandelt diese Beiträge als nicht begünstigen Barlohn (BMF-Schreiben v. 10.10.2013, BStBl I, 1301). Sie sieht sich daran auch nicht durch das BFH-Urteil vom 14.04.2011 (BStBl II 2011, 767) gehindert. Der BFH hatte entschieden, dass die Gewährung von Krankenversicherungsschutz in Höhe der geleisteten Beiträge Sachlohn ist, wenn der Arbeitnehmer aufgrund des Arbeitsvertrags von seinem Arbeitgeber ausschließlich Versicherungsschutz und nicht auch eine Geldzahlung verlangen kann.

Nunmehr hat das FG Sachsen mit Urteil vom 16.03.2016 - 2 K 192/16, entschieden, dass die Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG auch für Beiträge des Arbeitgebers für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers gilt.