Ausgabe 2/2007
Steuertipp vom 11.01.2007

Geänderte Auszahlungsregelung für das Körperschaftsteuer-Altguthaben

Bisher ist die Gutschrift des aus dem ehemaligen Anrechnungsverfahren stammenden Körperschaftsteuerguthabens ausschüttungsabhängig. Das Verfahren ist sehr aufwendig; insbesondere lässt es sich grenzüberschreitend nicht administrieren. Zudem ist es trotz mehrfacher Korrekturen für die Einnahmen der öffentlichen Haushalte schwer kalkulierbar und gestaltungsanfällig. Das System der Körperschaftsteuerminderung wird daher durch eine ratierliche Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens ersetzt. Das noch verbleibende Körperschaftsteuerguthaben wird letztmalig auf den 31.12.2006 ermittelt und festgestellt.

Die Körperschaft hat dann innerhalb eines Auszahlungszeitraums von 2008 bis 2017 einen Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens in zehn gleichen Jahresbeträgen. Dieser Auszahlungsanspruch entsteht mit Ablauf des 31.12.2006 und wird bereits für den gesamten Auszahlungszeitraum festgesetzt. Für das Jahr der Bekanntgabe des Bescheids und die vorangegangenen Jahre ist der Anspruch innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids, für jedes weitere Jahr des Auszahlungszeitraums jeweils am 30.09. auszuzahlen (Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften - SEStEG -; § 37 KStG).