Ausgabe 28/2004
Steuertipp vom 08.07.2004

Gesellschafterbezogene Betrachtungsweise des § 6 b EStG

§ 6 b EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002 stellte bei Wirtschaftsgütern im Gesamthandsvermögen nicht mehr auf den einzelnen Mitunternehmer, sondern auf die Mitunternehmerschaft ab, führte damit also die gesellschaftsbezogene Betrachtung ein. Mit dem UntStFG ist der Gesetzgeber zur gesellschafterbezogenen Betrachtungsweise zurückgekehrt. Damit werden ab dem Veranlagungszeitraum 2002 Übertragungen der stillen Reserven begünstigter Anlagegüter zwischen dem Sonderbetriebsvermögen und Einzelunternehmen eines Mitunternehmers und dem Gesamthandsvermögen der Mitunternehmerschaft zulässig, soweit die Rücklage und die entsprechenden Wirtschaftsgüter dem Mitunternehmer jeweils (anteilig) zuzurechnen sind (Hinweis auf R 41 b Abs. 6 bis 9 EStR 2003).