Ausgabe 3/2019
Steuertipp vom 15.01.2019

Gewerbesteuerlicher Verlustabzug bei Einbringung in eine Personengesellschaft

Die Verwaltung vertritt bisher die Auffassung, dass ein für eine Kapitalgesellschaft festgestellter Fehlbetrag i.S.v. § 10a GewStG nach Einbringung ihres Betriebs in eine Personengesellschaft nicht auf die Personengesellschaft übergeht. Grund hierfür ist der Umstand, dass der Gewerbebetrieb der Kapitalgesellschaft auch nach Einbringung fortbesteht (Gewerbebetrieb kraft Rechtsform, § 2 Abs. 2 Satz 1 GewStG). Der Verlust ist auf Ebene der Kapitalgesellschaft weiterhin festzustellen. Diese Rechtsauffassung gilt ab dem Erhebungszeitraum 2009 (zuvor ging der Verlust auf die aufnehmende Personengesellschaft über, vgl. Abschn. 68 Abs. 4 Satz 6 i.V.m. Abs. 2 GewStR 1998).

Zu dieser Thematik ist unter dem Az. III R 35/17 ein Revisionsverfahren beim BFH anhängig. Entsprechende Einsprüche ruhen nach § 363 Abs. 2 Satz 2 AO.