Ausgabe 3/2018
Steuertipp vom 16.01.2018

Gewerbesteuerlicher Verlustabzug bei einer atypisch stillen Gesellschaft

Die Vorschrift des § 10a GewStG findet auf die atypisch stille Gesellschaft und deren Mitunternehmer Anwendung. Bei Personengesellschaften ist Voraussetzung für einen Verlustabzug nach § 10a GewStG, dass sowohl eine Unternehmeridentität als auch eine Unternehmensidentität besteht.

Hinsichtlich der atypisch stillen Gesellschaft ist dabei zu beachten, dass durch Begründung der Mitunternehmerschaft in der Regel eine doppelstöckige Beteiligungsstruktur entsteht. Bei atypisch stiller Beteiligung an einer anderen Personengesellschaft fungiert die atypisch stille Gesellschaft dabei als Untergesellschaft. Gesellschafter dieser Mitunternehmerschaft sind die andere Personengesellschaft als Obergesellschaft sowie der sich atypisch still Beteiligende. Zu beachten ist, dass der Verlustvortrag der Obergesellschaft (und mit ihr bei wirtschaftlicher Betrachtung auch deren Mitunternehmer) nach § 10a GewStG nur noch insoweit zur Verlustverrechnung zur Verfügung steht, als sie als Obergesellschaft noch an der Untergesellschaft beteiligt ist (BFH, Urt. v. 24.04.2014 - IV R 34/10).