Ausgabe 21/2009
Steuertipp vom 21.05.2009

Gewerbesteuerlicher Verlustabzug bei Mitunternehmerschaften

Der Verlustabzug nach § 10a GewStG setzt Unternehmensidentität und Unternehmeridentität voraus. Unternehmeridentität setzt bei Mitunternehmerschaften voraus, dass der Mitunternehmer, der den Verlustabzug vornehmen will, den Verlust zuvor in eigener Person erlitten hat, und zwar deshalb, weil bei Mitunternehmerschaften Träger des Rechts auf den Verlustabzug die einzelnen Mitunternehmer sind (vgl. BFH, Beschl. v. 03.05.1993, BStBl II 1993, 616).

Durch die Regelung in § 10a Satz 4 GewStG wird festgelegt, dass der allgemeine Gewinnverteilungsschlüssel Maßstab für die Ermittlung des dem einzelnen Mitunternehmer zuzurechnenden Verlustanteils ist. Die Regelung für die Verrechnung der Verluste in Gewinnjahren ist in § 10a Satz 5 GewStG enthalten. Kommt es in Gewinnjahren zu einem Abzug des Fehlbetrags bei der Mitunternehmerschaft, so vermindern sich die den einzelnen Mitunternehmern zuzurechnenden Verlustanteile entsprechend ihrem nach dem allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel im Abzugsjahr zu bemessenden Anteil am positiven Gewerbeertrag. Sowohl im Verlustentstehungsjahr als auch im Verlustabzugsjahr bestimmen sich die den Mitunternehmern zuzurechnenden Anteile ausschließlich nach dem allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel. Dies gilt auch, soweit in den Ergebnissen Sondervergütungen i.S.d. § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 GewStG enthalten sind.