Ausgabe 16/2009
Steuertipp vom 16.04.2009

Hinzurechnung von Skonti und ähnlichen Abzügen bei der Gewerbesteuer

Seit 2008 ist bei den Hinzurechnungstatbeständen die in § 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG enthaltene Fiktion zu beachten, nach der der Aufwand, der beim Zahlungsempfänger aufgrund der vorzeitigen Erfüllung von Forderungen aus Lieferungen oder Leistungen entsteht, beim Gewerbeertrag hinzugerechnet werden muss, sofern die Zahlungsminderung geschäftsunüblich ist. Hierunter fallen insbesondere geschäftunübliche Skonti. Eine Generalklausel, was unter "geschäftsunüblichen Skonti" zu verstehen ist, enthält der Ländererlass vom 04.07.2008 nicht. Dies dürfte auch schwierig sein, da die Gepflogenheiten bei den einzelnen Unternehmen und Branchen sehr unterschiedlich sind (vgl. gleichlautender Ländererlass v. 04.07.2008, z.B. FinMin NRW - G 1422 - 95 - V B 4, BStBl I 2008, 730).

Hinzurechnung von geschäftsunüblichen Skonti