Ausgabe 8/2013
Steuertipp vom 21.02.2013

Investitionsabzugsbetrag: Wie kann die Investitionsabsicht bei neugegründeten Betrieben nachgewiesen werden?

Bei der Prüfung der Frage, ob der Steuerpflichtige beabsichtigt, das begünstigte Wirtschaftsgut voraussichtlich in den dem Wirtschaftsjahr des Abzugs folgenden drei Wirtschaftsjahren anzuschaffen oder herzustellen (Investitionsabsicht nach § 7g Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 Buchst. a EStG n.F.), hält es der BFH für erforderlich, in Jahren vor der Betriebseröffnung strenge Maßstäbe anzulegen.

Der BFH stimmt der Finanzverwaltung jedoch nicht darin zu, dass für neugegründete Betriebe die erforderliche Konkretisierung der Investitionsabsicht ausschließlich durch eine verbindliche Bestellung des Wirtschaftsguts bis zum Ende des Jahres, für das der Abzug vorgenommen wird, erfolgen kann (BMF-Schreiben v. 08.05.2009 - IV C 6 - S 2139-b/07/10002, BStBl I 2009, 633, Rdnr. 29 Satz 2; BFH, Urt. v. 26.07.2012 - III R 37/11). Eine solche Einschränkung ist § 7g EStG n.F. nicht zu entnehmen.

Folglich sind zum Nachweis der erforderlichen Investitionsabsicht bei in Gründung befindlichen Betrieben auch andere geeignete (und objektiv belegbare) Indizien - als ausschließlich eine verbindliche Bestellung der wesentlichen Betriebsgrundlagen - zuzulassen.