Ausgabe 7/2021
Steuertipp vom 17.02.2021

Jahresabschluss 2020 - verbesserte Investitionsförderung nach § 7g EStG

Durch das JStG 2020 sind u.a. folgende Änderungen eingetreten:

§ 7g Abs. 1 Satz 1 EStG

Bislang waren nur Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens begünstigt, die im Jahr der Investition und im Folgejahr ausschließlich oder fast ausschließlich, d.h. zu mindestens 90 %, im Betrieb genutzt werden. Nun fallen auch in diesem Zeitraum vermietete Wirtschaftsgüter in den Anwendungsbereich des § 7g EStG. Das gilt unabhängig von der Dauer der jeweiligen Vermietung. Somit sind - im Gegensatz zur bisherigen Regelung - auch längerfristige Vermietungen für mehr als drei Monate unschädlich. Die nach § 7g EStG begünstigten Investitionskosten werden von 40 % auf 50 % angehoben.

§ 7g Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG

Es gilt für alle Einkunftsarten eine einheitliche Gewinngrenze in Höhe von 200.000 ? als Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen. Über § 7g Abs. 6 Nr. 1 EStG wirkt sich diese Änderung gleichermaßen auch für die Inanspruchnahme von Sonderabschreibungen nach § 7g Abs. 5 EStG aus.

§ 7g Abs. 6 Nr. 2 EStG

Es handelt sich um eine Folgeänderung zur Änderung in § 7g Abs. 1 Satz 1 EStG zur Begünstigung von vermieteten Wirtschaftsgütern. Diese Änderung in den Anspruchsvoraussetzungen für den Investitionsabzugsbetrag gilt auch gleichermaßen für die Inanspruchnahme von Sonderabschreibungen nach § 7g Abs. 5 EStG.

§ 52 Abs. 16 EStG