Ausgabe 31/2007
Steuertipp vom 02.08.2007

Kaufpreisaufteilung bei Vermögens- übertragung zwischen Angehörigen

Nach bisheriger Ansicht der Finanzverwaltung war im Fall einer teilentgeltlichen Übertragung von mehreren Wirtschaftsgütern zwischen nahen Angehörigen (z.B. bei einer vorweggenommenen Erbfolge) das Verhältnis der Verkehrswerte für die Aufteilung der Anschaffungskosten maßgeblich. An dieser Ansicht hält die Verwaltung nicht mehr fest, weil der BFH davon abweichend entschieden hat. Nunmehr ist grundsätzlich die von Vertragsparteien vorgenommene Aufteilung des Kaufpreises auf einzelne Wirtschaftsgüter der Besteuerung zugrunde zu legen. Dies gilt auch im Fall der gemischten Schenkung.

Werden mehrere Wirtschaftsgüter teilentgeltlich übertragen, ist eine von den Vertragsparteien vorgenommene Zuordnung der Anschaffungskosten auf die einzelnen Wirtschaftsgüter somit auch für die Besteuerung maßgeblich (z.B. Bemessung der Abschreibung), wenn die Zuordnung nach außen hin erkennbar ist und die Aufteilung nicht zu einer unangemessenen wertmäßigen Berücksichtigung der einzelnen Wirtschaftsgüter führt.

Beispiel 1: