Ausgabe 11/2008
Steuertipp vom 13.03.2008

Kindergeldanspruch für ein verheiratetes Kind

Ein Anspruch auf Kindergeld für ein volljähriges Kind besteht nur dann, wenn das Kind sich z.B. in einer Ausbildung für einen Beruf befindet und seine zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung geeigneten Einkünfte und Bezüge einen bestimmten Jahresgrenzbetrag (7.680 ? im Jahr 2007) nicht übersteigen. Bei einem verheirateten Kind verlangt der BFH darüber hinaus, dass die Einkünfte des Ehepartners für den vollständigen Unterhalt des Kindes nicht ausreichen, das Kind ebenfalls nicht über ausreichende eigene Mittel für den Unterhalt verfügt und die Eltern deshalb weiterhin für das Kind aufkommen müssen (sog. Mangelfall). Ein Mangelfall ist anzunehmen, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes einschließlich der Unterhaltsleistungen des Ehepartners niedriger sind als der o.g. Jahresgrenzbetrag. Dabei sind die Unterhaltsleistungen des Ehepartners regelmäßig zu schätzen, weil sie im Allgemeinen sowohl in Geld- als auch in Sachleistungen bestehen.