Ausgabe 28/2012
Steuertipp vom 12.07.2012

Kindergeldanspruch nicht durch einen Job in den Semesterferien gefährden

Viele Studenten jobben in den Semesterferien. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Job den Anspruch auf Kindergeld gefährden kann.

Der Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums führt dazu, dass ein volljähriges Kind nur berücksichtigt wird, wenn es keiner schädlichen Erwerbstätigkeit i.S.d. § 32 Abs. 4 Satz 2 und 3 EStG nachgeht. Dies gilt auch dann, wenn die erstmalige Berufsausbildung vor der Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen worden ist.

Eine Erwerbstätigkeit ist dann unschädlich, wenn die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit insgesamt nicht mehr als 20 Stunden beträgt. Hierbei ist von der individuell vertraglich vereinbarten Arbeitszeit auszugehen. Eine vorübergehende Ausweitung der Beschäftigung auf mehr als 20 Stunden wird von der Verwaltung nicht beanstandet (vgl. BMF-Schreiben v. 07.12.2011 - IV C 4 - S 2282/07/001-01, BStBl I 2011, 1243), wenn innerhalb eines Kalenderjahres, in dem sich das Kind in Berufsausbildung befindet, die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit nicht mehr als 20 Stunden beträgt. Dabei darf die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden höchstens zwei Monate lang überschritten werden.