Ausgabe 46/2018
Steuertipp vom 15.11.2018

Kindergeld/Kinderfreibeträge: Schädliche Erwerbstätigkeit während einer mehraktigen einheitlichen Ausbildung

Nach § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG ist ein Kind, dass das 18. Lebensjahr vollendet hat, (in den Fällen des § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG) nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums nur zu berücksichtigen, wenn es keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Folglich ist eine Erwerbstätigkeit bzw. sind deren Wochenstunden während einer Erstausbildung respektive eines Erststudiums für die Berücksichtigung eines Kindes im Rahmen des Familienleistungsausgleichs unmaßgeblich, solange die Ausbildung mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit betrieben wird (siehe hierzu H 32.5 "Umfang der zeitlichen Inanspruchnahme durch die Berufsausbildung" EStH).