Ausgabe 42/2017
Steuertipp vom 17.10.2017

Konkurrenz zwischen außergewöhnlichen Belastungen und Steuerermäßigung nach § 35a EStG

Eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG kommt nur in Betracht, soweit die Aufwendungen nicht vorrangig als Sonderausgaben oder als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt worden sind. Die Verwaltung (vgl. BMF-Schreiben v. 09.11.2016, BStBl I 2016, 1213 Rdnr. 32) hat dazu eine für die Steuerpflichtigen günstige Regelung getroffen: "Für den Teil der Aufwendungen, der durch den Ansatz der zumutbaren Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG oder wegen der Gegenrechnung von Pflegegeld oder Pflegetagegeld nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt wird, kann der Steuerpflichtige die Steuerermäßigung nach § 35a EStG in Anspruch nehmen. Werden im Rahmen des § 33 EStG Aufwendungen geltend gemacht, die dem Grunde nach sowohl bei § 33 EStG als auch bei § 35a EStG berücksichtigt werden können, ist davon auszugehen, dass die zumutbare Belastung vorrangig auf die nach § 35a EStG begünstigten Aufwendungen entfällt."