Ausgabe 3/2007
Steuertipp vom 18.01.2007

Korrespondenzprinzip bei verdeckten Einlagen (§ 8 Abs. 3 KStG)

Eine sog. verdeckte Einlage (vE) liegt vor, wenn der Gesellschafter einer GmbH seiner Gesellschaft einen Vorteil zuwendet, den ein fremder Dritter der GmbH nicht gewährt hätte. VE wirken sich nicht auf die Höhe des steuerpflichtigen Einkommens der GmbH aus, vgl. nunmehr auch JStG 2007 (§ 8 Abs. 3 KStG). Hat eine vE den Steuerbilanzgewinn erhöht, wird sie bei der Einkommensermittlung regelmäßig wieder abgezogen. Die gesetzliche Änderung stellt aber auch sicher, dass eine solche Korrektur nicht erfolgt, soweit die vE das Einkommen des Gesellschafters gemindert hat.

Eine Minderung des Einkommens des Gesellschafters liegt z.B. vor, wenn der der Gesellschaft gewährte Vermögensvorteil (z.B. in Form überhöhter Zinszahlungen) zu einem Betriebsausgaben- bzw. Werbungskostenabzug geführt hat oder der GmbH ein Wirtschaftsgut unentgeltlich oder verbilligt geliefert wurde.