Ausgabe 14/2019
Steuertipp vom 02.04.2019

Kosten für Schönheitsreparaturen als anschaffungsnahe Aufwendungen

Schönheitsreparaturen, die nicht zu den Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen zählen (vgl. § 28 Abs. 4 Satz 1 II. BVO), beseitigen Mängel, die durch vertragsgemäßen Gebrauch entstanden sind. Darunter fallen nur das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden, Heizkörper einschließlich Heizungsrohre, der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen (vgl. § 28 Abs. 4 Satz 3 II. BVO und BFH, Urt. v. 25.08.2009 - IX R 20/08, BStBl II 2010, 125).

Mit Urteil vom 25.08.2009 - IX R 20/08 (a.a.O.) hatte der BFH für die Anwendung des § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG auf Schönheitsreparaturen einen engen räumlichen, zeitlichen und sachlichen Zusammenhang der Aufwendungen zu einer als einheitlich zu würdigenden Instandsetzung bzw. Modernisierung des Gebäudes gefordert.