Ausgabe 12/2013
Steuertipp vom 21.03.2013

Kostenübernahme durch den Arbeitnehmer bei Nutzung eines Firmenwagens zu privaten Zwecken

Nachdem der BFH im vergangenen Jahr zur steuerlichen Behandlung der vom Arbeitnehmer selbstgetragenen Kosten für einen Firmenwagen mehrere Entscheidung getroffen hatte, hat nunmehr die Verwaltung dazu Stellung genommen und vertritt zum Teil eine andere Auffassung:

1. Übernahme laufender Kfz-Kosten

  • 1-%/0,03-%-Methode

    Wird der geldwerte Vorteil aus einer Firmenwagengestellung nach der 1-%/0,03-%-Methode ermittelt, ist eine Kürzung dieses geldwerten Vorteils z.B. wegen Übernahme der Treibstoff- und/oder Garagenkosten durch den Arbeitnehmer nicht zulässig. Nur pauschale oder entsprechend der tatsächlichen Nutzung des Fahrzeugs bemessene Entgelte rechnet der BFH auf den geldwerten Vorteil an. Dieser Auffassung hat sich die Finanzverwaltung angeschlossen.

  • Fahrtenbuchmethode

    Bei der Fahrtenbuchmethode wird der geldwerte Vorteil für die Privatfahrten und die Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte mit den auf diese Fahrten entfallenden anteiligen Gesamtkosten angesetzt. Der BFH rechnet in diesen Fällen die vom Arbeitnehmer selbstgetragenen Aufwendungen (z.B. Treibstoffkosten) einerseits zu den Gesamtkosten des Fahrzeugs und lässt sie andererseits zum Werbungskostenabzug zu.