Ausgabe 35/2020
Steuertipp vom 26.08.2020

Lohnsteuer bei Überlassung von Fahrrädern

Die Steuerbefreiung des gewährten geldwerten Vorteils aus der Überlassung eines betrieblichen (Elektro-)Fahrrads durch den Arbeitgeber (§ 3 Nr. 37 EStG) wurde durch das JStG 2019 bis zum Ablauf des Jahres 2030 verlängert.

Der Arbeitgeber hat daneben nunmehr auch die Möglichkeit, geldwerte Vorteile aus der unentgeltlichen oder verbilligten Übereignung von betrieblichen Fahrrädern an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pauschal mit 25 % Lohnsteuer zu besteuern, zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Die Pauschalbesteuerungsmöglichkeit gilt sowohl für Elektrofahrräder als auch für Fahrräder. Ist ein Elektrofahrrad jedoch verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen, sind die Regelungen der Dienstwagenbesteuerung (§ 8 Abs. 2 Satz 2 bis 5 i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG) anzuwenden.