Ausgabe 26/2012
Steuertipp vom 28.06.2012

Lohnsteuerliche Behandlung der Beschaffung einer BahnCard 50/BahnCard Business 50 durch den Arbeitgeber

Mit einer BahnCard der Deutschen Bahn AG können zwölf Monate lang ermäßigte Fahrausweise erworben werden. Ersetzt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Aufwendungen für den Erwerb einer Bahncard, ist der Ersatz steuerfrei, wenn die Aufwendungen des Arbeitgebers für die Bahncard nicht die Ermäßigungen übersteigen, die durch die Nutzung der Bahncard bei Dienstreisen/Auswärtstätigkeiten erzielt werden. Die private Nutzungsmöglichkeit der Bahncard (z.B. an Wochenenden) wird unter diesen Voraussetzungen als unerheblich angesehen.

Nach Auffassung der Verwaltung ist in Fällen der Beschaffung einer BahnCard 50/BahnCard Business 50 durch den Arbeitgeber, die dem Arbeitnehmer zu dienstlichen und privaten Zwecken zur Verfügung gestellt wird, kein geldwerter Vorteil zu besteuern, wenn in einem Prognosemodell die voraussichtliche Amortisation glaubhaft gemacht wurde; d.h., die durch die Nutzung der BahnCard auf Dienstreisen ersparten Fahrtkosten erreichen oder übersteigen den Wert der BahnCard im Laufe des Zwölfmonatszeitraums.