Ausgabe 28/2016
Steuertipp vom 12.07.2016

Lohnsteuerliche Behandlung von Job-Tickets

Stellt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern Job-Tickets verbilligt oder unentgeltlich zur Verfügung, liegt grundsätzlich ein geldwerter Vorteil (Sachbezug) vor. Ein geldwerter Vorteil ist nicht anzunehmen, wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern ein Job-Ticket zu dem mit dem Verkehrsträger vereinbarten Preis überlässt. Ein Sachbezug liegt jedoch vor, soweit der Arbeitnehmer das Job-Ticket darüber hinaus verbilligt oder unentgeltlich vom Arbeitgeber erhält (vgl. H 8.1 Abs. 1-4 "Job-Ticket" LStH).

Für die Versteuerung des geldwerten Vorteils - insbesondere für die Anwendung der 44-?-Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG - ist entscheidend, wann der Sachbezug "Job-Ticket" zufließt. Aus gegebenem Anlass wird zum Zuflusszeitpunkt des Sachbezugs "Job-Ticket" auf Folgendes hingewiesen:

Gemäß R 8.1 Abs. 3 Satz 5 LStR ist die 44-?-Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG bei der monatlichen Überlassung einer Monatsmarke oder einer monatlichen Fahrberechtigung für ein Job-Ticket anwendbar, auch wenn das Job-Ticket für einen längeren Zeitraum gilt. Hiervon sind z.B. umfasst:

  • Fälle, in denen tatsächlich Monatstickets ("Monatsmarken") monatlich ausgehändigt werden oder
  • Tickets, welche an sich für einen längeren Zeitraum gelten, aber jeden Monat "aktiviert/freigeschalten" werden.