Ausgabe 46/2010
Steuertipp vom 18.11.2010

Mahlzeitengestellung durch Arbeitgeber aus besonderem Anlass

In R 8.1 Abs. 8 LStR ist abschließend geregelt, wie Mahlzeiten, die der Arbeitgeber aus besonderem Anlass zur Beköstigung seiner Arbeitnehmer abgibt, steuerlich zu erfassen und zu bewerten sind. Voraussetzung für die drei in dieser Richtlinie beschriebenen Fallgestaltungen ist, dass die Mahlzeiten durch den Arbeitgeber oder auf seine Veranlassung hin durch einen Dritten abgegeben werden.

Bereits durch Rz. 17 des BMF-Schreibens vom 05.03.2010 - IV D 2 - S 7210/07/10003/IV C 5 - S 2353/09/10008 (BStBl I 2010, 259) sind die formalen Voraussetzungen für die Gestellung eines Frühstücks durch den Arbeitgeber i.V.m. einer Übernachtung bei einer Auswärtstätigkeit gelockert worden. Mit einer Änderung von R 8.1 Abs. 2 Nr. 2 LStR 2008 durch die Lohnsteuer-Änderungsrichtlinien 2011 wurden die formalen Voraussetzungen für die Abgabe von Mahlzeiten aller Art auf Veranlassung des Arbeitgebers anlässlich oder während einer Auswärtstätigkeit i.S.v. R 9.4 Abs. 2 LStR, im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung i.S.d. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG oder während einer Bildungsmaßnahme i.S.d. R 19.7 Abs. 1 LStR weiter vereinfacht.

Danach kann von einer Arbeitgeberveranlassung regelmäßig ausgegangen werden, wenn

  • die Aufwendungen vom Arbeitgeber dienst- und arbeitsrechtlich ersetzt werden, und
  • die Rechnung auf den Arbeitgeber ausgestellt ist.