Ausgabe 7/2014
Steuertipp vom 13.02.2014

Neuregelung der doppelten Haushaltsführung ab 2014

Eine doppelte Haushaltsführung liegt wie bisher nur vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Orts seiner ersten Tätigkeitsstätte einen eigenen Hausstand unterhält und auch am Ort der ersten Tätigkeitsstätte wohnt.

Ab 2014 wird der bisher durch umfangreiche Rechtsprechung ausgelegte Begriff des "eigenen Hausstands" gesetzlich definiert (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 3 EStG). Das Vorliegen eines eigenen Hausstands außerhalb des Orts der ersten Tätigkeitsstätte erfordert nun neben dem Innehaben einer Wohnung aus eigenem Recht oder als Mieter auch eine angemessene finanzielle Beteiligung an den Kosten der Lebensführung. Für das Vorliegen eines eigenen Hausstands am Lebensmittelpunkt genügt es somit nicht (mehr), wenn der Arbeitnehmer etwa im Haushalt seiner Eltern lediglich ein oder mehrere Zimmer bewohnt oder wenn dem Arbeitnehmer eine Wohnung im Haus der Eltern unentgeltlich zur Nutzung überlassen wird (BT-Drucks. 17/10774, S. 13). Die finanzielle Beteiligung an den Kosten der Haushaltsführung ist darzulegen und kann auch bei volljährigen Kindern, die bei ihren Eltern oder einem Elternteil wohnen, nicht generell unterstellt werden. Die anderslautende Rechtsprechung (z.B. BFH, Urt. v. 16.01.2013 - VI R 46/12, BStBl II 2013, 627) ist ab 2014 überholt.