Ausgabe 14/2005
Steuertipp vom 07.04.2005

Niedriger Ertragsanteil ab 2005 für Renten außerhalb der Basisversorgung

Renteneinkünfte, die nicht zur Basisversorgung (u.a. gesetzliche Rentenversicherungen, berufsständische Versorgungseinrichtungen) gehören, werden auch zukünftig mit einem Ertragsanteil besteuert.

Hierzu gehören z.B.:

  1. lebenslange Renten aus privaten Rentenversicherungsverträgen, die die Voraussetzungen für eine Basisversorgung nicht erfüllen,
  2. Renten aufgrund pauschal versteuerter Lebensversicherungs- oder Pensionskassenbeiträge und
  3. lebenslange Renten aus der Veräußerung eines Grundstücks oder eines Unternehmens.

Aufgrund des seit einigen Jahren sinkenden Zinsniveaus und wegen der gestiegenen Lebenserwartung der Bevölkerung hat der Gesetzgeber diese Ertragsanteile mit Wirkung ab 2005 deutlich gesenkt. Die neuen Ertragsanteile gelten aber nicht nur für ab 2005 neu beginnende Renten, sondern auch für bereits laufende Renten (§ 52 Abs. 1 EStG).

Beispiel: B (55 Jahre) veräußert in 2004 sein Unternehmen an C gegen eine lebenslange Rente in Höhe von 36.000 ? jährlich. Er entscheidet sich für eine Sofortversteuerung des Veräußerungsgewinns.

Die in den wiederkehrenden Rentenzahlungen enthaltenen Ertragsanteile hat B als sonstige Einkünfte zu versteuern.

2004:

Jährliche Rentenzahlung 36.000 ?
x 38 % 13.680 ?
abzüglich Werbungskosten-Pauschbetrag 102 ?
zu versteuern 13.578 ?

2005:

Jährliche Rentenzahlung 36.000 ?