Ausgabe 35/2013
Steuertipp vom 29.08.2013

Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung

Die Partner einer Partnerschaftsgesellschaft haften den Gläubigern nach § 8 Abs. 1 PartGG für Verbindlichkeiten der Partnerschaft neben dem Vermögen der Partnerschaft als Gesamtschuldner. Die Regelungen in § 129 und § 130 HGB gelten entsprechend.

Sofern nur einzelne Partner mit der Bearbeitung eines Auftrags befasst waren, haften nur sie nach § 8 Abs. 2 PartGG für berufliche Fehler neben der Partnerschaft. Dies stößt aber dort auf praktische Schwierigkeiten, wo Partnerschaftsgesellschaften einen größeren Umfang überschreiten und Aufgaben durch Teams innerhalb der Partnerschaftsgesellschaft bearbeitet werden. Die aufgrund unterschiedlicher Spezialisierung miteinander arbeitenden Partnerinnen und Partner können die Arbeitsbeiträge der anderen weder dem Grunde noch dem Umfang nach überblicken und verantworten.

Durch Gesetz kann nach § 8 Abs. 3 PartGG für einzelne Berufe eine Beschränkung der Haftung für Ansprüche aus Schäden wegen fehlerhafter Berufsausübung auf einen bestimmten Höchstbetrag zugelassen werden, wenn zugleich eine Pflicht zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung der Partner oder der Partnerschaft besteht.