Ausgabe 10/2009
Steuertipp vom 05.03.2009

Pensionszusage mit Kapitalwahlrecht zugunsten des Gesellschafter-Geschäftsführers

Auf dem Prüfstand unter dem Aspekt einer vGA stand in einem vom BFH entschiedenen Fall die Vereinbarung einer Altersversorgung zwischen der klagenden GmbH und ihrem beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF). Die Besonderheit des Falls lag darin, dass die Zusage den GGF zur Ausübung eines Kapitalwahlrechts auf den Versorgungsfall berechtigte und dieser Versorgungsfall nur die Vollendung des 65. Lebensjahres erforderte. Ein Ausscheiden aus dem Betrieb oder die Beendigung des Dienstverhältnisses war nicht Voraussetzung für den Eintritt des Versorgungsfalls. Nachdem der GGF nach Vollendung des 65. Lebensjahres das Kapitalwahlrecht zugunsten einer Abfindungszahlung ausübte, wertete das Finanzamt den gesamten Auszahlungsbetrag als vGA. Der GGF blieb weiterhin für die GmbH tätig und erhielt laufende Dienstbezüge.

Erfreulicherweise hat der BFH das Vorliegen einer vGA abgelehnt. Nach seiner Meinung ist es grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn eine GmbH ihrem beherrschenden GGF die Anwartschaft auf eine Altersversorgung zusagt und ihm dabei das Recht einräumt, anstelle der Altersrente eine bei Eintritt des Versorgungsfalls fällige, einmalige Kapitalabfindung zu fordern.