Ausgabe 24/2008
Steuertipp vom 12.06.2008

Pkw-Vermietung durch Arbeitnehmer an Arbeitgeber: Ein Steuersparmodell?

Um den Vorsteuerabzug aus dem Erwerb eines Pkw zu erreichen, überließ der Arbeitnehmer im Rahmen eines schriftlichen Mietvertrags den von ihm neuerworbenen Pkw an seinen Arbeitgeber zu einem monatlich zu zahlenden Mietpreis zuzüglich Umsatzsteuer. Zugleich wurde der Arbeitsvertrag um den Nachtrag ergänzt, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Pkw zur Verfügung stellt, der auch zu Privatfahrten genutzt werden darf. Der Arbeitnehmer machte im Rahmen seiner Umsatzsteuererklärung den Vorsteuerabzug aus der Anschaffung des Pkw geltend.

Das Finanzamt lehnte dies mit der Begründung ab, dass nach der BFH-Rechtsprechung zum Ertragsteuerrecht Zahlungen des Arbeitgebers für die Anmietung eines Arbeitszimmers vom Arbeitnehmer (die also zu Mieteinnahmen des Arbeitnehmers führen) dem Arbeitslohn zuzuordnen seien. Somit sei eine ?einheitlich zu beurteilende Leistung des Arbeitnehmers" zu bejahen, wenn nicht ein vorrangiges Interesse des Arbeitgebers an der Nutzung des Arbeitszimmers bestehe (BFH, Urt. v. 16.09.2004 - VI R 25/02, BStBl II 2006, 10).